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Technische Herausforderungen der Rückholung

Die Asse-Fachtagung Mitte Februar 2014 des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zum Thema "Technische Herausforderungen der Rückholung" stieß auf große Resonanz. Rund 180 Teilnehmer kamen am 13. Februar zu der Veranstaltung in die Lindenhalle nach Wolfenbüttel.

Coverbild zur BfS-Fachtagung "Technische Herausforderungen der Rückholung" BfS-Fachtagung: Technische Herausforderungen der Rückholung

Neben den Teilnehmern aus wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen waren auch Vertreter

  • des Bundesumweltministeriums,
  • des Landes Niedersachsen,
  • der Asse 2 Begleitgruppe und
  • der Arbeitsgruppe Optionen-Rückholung

vertreten. Die wissenschaftlichen Vorträge und Diskussionen drehten sich um die Themen

  • radioaktive Abfälle,
  • Bergungstechnik,
  • Rückholungsplanung,
  • Gebirgsmechanik und
  • Lösungszutritte.

Das BfS knüpfte mit dieser Veranstaltung an den 2012 begonnenen regelmäßigen Austausch mit externen Sachverständigen und der Öffentlichkeit an.

Die Fachtagung präsentierte einerseits erste Lösungsansätze zur Rückholungsplanung und eruierte andererseits offene Fragen. So konnten sich die Teilnehmer anhand von Animationen und Grafiken ein Bild von marktgängigen Bergungstechniken wie Robotern und Versuchsanlagen machen sowie geplanten Schleusensystemen. Daneben wiesen Experten aber auch auf offene Fragen hin: Da zum Beispiel bis heute nicht detailliert geklärt ist, welche Abfälle in der Asse eingelagert worden sind, werden diese Kenntnislücken Experten vor Herausforderungen stellen. Zustand und Inhalt der Gebinde sind maßgeblich für Details der sicheren Verpackung und die spätere Entsorgung in einem sicheren Endlager.

Neben technischen Aspekten spielten in den Diskussionen immer wieder Fragen des Strahlenschutzes und den damit verbundenen administrativen Anforderungen eine Rolle. Bei vielen zeitlichen Planungen sind vor allem die Genehmigungsverfahren ein entscheidender Faktor. Dies zeige, wie auch abschließend zusammengefasst wurde, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen dem BfS als Betreiber und den beteiligten Genehmigungsbehörden sei.

Stand: 22.01.2016

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz