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Fachworkshop zum Sachstand der Rueckholung

Auf Einladung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) haben am 18. und 19. Januar 2012 in Braunschweig rund 100 Fachleute über den Sachstand der Rückholung der Abfälle aus der Asse diskutiert. Ziel des Fachworkshops war es, Unsicherheiten in Bezug auf die Rückholung der Asse-Abfälle zu analysieren, Beschleunigungsmöglichkeiten für die Rückholung zu identifizieren und mit allen Beteiligten Möglichkeiten für die konsequente Umsetzung der Beschleunigungsmöglichkeit zu finden.

Die Ergebnisse des Fachworkshops bestätigen die Notwendigkeit, das bisherige Vorgehen und die Verfahren zu beschleunigen. Zur bergbaulichen Situation der Grube wurde festgestellt, dass ein instantanes (plötzliches) Zusammenbrechen des Grubengebäudes und ein Gebirgsschlag nicht möglich sind. Ein Hereinbrechen des Deckgebirges ist auch nicht wahrscheinlich, jedoch lokal möglich und nicht auszuschließen. Das bereits bekannte Risiko des unbeherrschbaren Lösungszutritts, dessen Eintrittszeitpunkt nicht vorhersehbar ist, besteht aber weiterhin. Es bestehen darüber hinaus lokal ernsthafte Einschränkungen der Gebrauchstauglichkeit des Grubengebäudes, die umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen.

Es wurden Wege aufgezeigt, wie sowohl in bergbaulicher als auch in rechtlicher Hinsicht erweiterte Handlungsmöglichkeiten verfügbar gemacht werden könnten. Über deren Realisierbarkeit konnte aber kein Konsens erzielt werden.

Ein weiteres Ergebnis des Workshops im Januar 2012 war daher, dass spezielle Fragestellungen auf weiteren Fachworkshops erörtert werden sollten.

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz