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Notfallplanung

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat als verantwortlicher Betreiber für die Schachtanlage Asse II den sicheren Betrieb zu gewährleisten, um die Anlage geordnet stilllegen zu können. Hierzu ist eine umfangreiche Notfallplanung notwendig. Das BfS hat im Februar 2010 systematische Notfallplanungen vorgelegt, die seitdem kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Video: Was ist ein Notfall

Das Video zeigt, was passieren könnte, wenn das BfS in der Asse auf die Durchführung von Sicherungs- und Notfallmaßnahmen verzichten würde. In diesem Fall könnte durch Risse im Deckgebirge und im Grubengebäude mehr Wasser in die Schachtanlage eindringen.

Video: Notfallplanung

Bei der Schachtanlage Asse II kann nicht ausgeschlossen werden, dass der bestehende Zutritt von salzhaltigem Grundwasser so weit zunimmt, dass er nicht mehr beherrschbar ist. Um die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Notfalls zu senken und die radiologischen Auswirkungen bei einem möglichen Eintritt zu begrenzen, ergreift das BfS eine Vielzahl von Vorsorgemaßnahmen.

Video: Lösungsüberwachung auf der 750-Meter-Sohle (sog. Drainage)

Zur Stabilisierung des Bergwerks und zum Schutz der Einlagerungskammern werden Strecken und Resthohlräume auf der 725- und 750-Meter-Ebene mit Spezialbeton verfüllt.

Video: Zutrittswässer im Bereich der radioaktiven Abfälle

Um die Sicherheit im Bergwerk zu erhöhen, plant das BfS im Bereich der Einlagerungskammern in 750 Meter Tiefe umfangreiche Stabilisierungsmaßnahmen. Einzelne Mitglieder der Asse-Begleitgruppe kritisieren dies: Die Maßnahme führe dazu, dass sich Salzlösungen in den Einlagerungskammern aufstaue. Belegt sind diese Annahmen jedoch nicht. Eine gezielte Trockenlegung der Kammern ist nicht möglich, wie das Video verdeutlicht.

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz