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Optionenvergleich

Niemand kann im Moment sagen, wie lange die Schachtanlage Asse II für eine ordnungsgemäße Schließung noch zugänglich ist. Dies bedeutet, dass das BfS so schnell wie möglich entscheiden muss, wie die Anlage am sichersten geschlossen werden kann.

Im Januar 2010 hat das BfS bekanntgegeben, welche Option es in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) als beste der drei diskutierten Stilllegungsoptionen (Rückholung, Umlagerung oder Verfüllung) ausgewählt hat. Die Rückholung der Abfälle aus der Schachtanlage Asse II ist nach jetzigem Kenntnisstand die beste Variante beim weiteren Umgang mit den dort eingelagerten radioaktiven Abfällen. Dieses Ergebnis wird in den nächsten Monaten mit allen Beteiligten diskutiert.

Video: Das Ergebnis des Optionenvergleichs

Das Ergebnis des Optionenvergleichs zeigt, dass nach heutigem Kenntnisstand die Rückholung die beste Stilllegungsoption ist. Trotzdem gibt es Unsicherheiten, die ihre Umsetzung beeinflussen können.

Rückholung Quelle: BfS

Video: Option Rückholung

Bei einer Rückholung der Abfälle aus dem Bergwerk müssten diese ganz oder teilweise geborgen und nach über Tage transportiert werden. Die Bergung der Abfallbehälter würde überwiegend mannlos, das heißt mit ferngesteuerten Geräten erfolgen.

Umlagerung Quelle: BfS

Video: Option Umlagerung

Bei einer Umlagerung der Abfälle müssten diese ganz oder teilweise geborgen und in tiefer gelegene Bereiche des Salzstocks verbracht werden. Mit neuen Schächten müsste das Bergwerk um mehrere hundert Meter in die Tiefe erweitert werden. Neue Einlagerungskammern würden aufgefahren.

Vollverfüllung Quelle: BfS

Video: Option Vollverfüllung

Bei dem Konzept der Vollverfüllung blieben die Abfälle am derzeitigen Ort. Vorhandene Resthohlräume in den Einlagerungskammern würden mit einem Mörtel verfüllt, der die Löslichkeit von radioaktiven Stoffen begrenzt. Nach der Verfüllung würden die Einlagerungskammern mit Barrierebauwerken eingekapselt.

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz