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Stabilisierungsmaßnahmen

Durch die Verformung des Bergwerks entstehen Risse im Gestein, durch die Zutrittswässer in die Schachtanlage Asse II eindringen können. Mit der Verfüllung von Firstspalten (Hohlräume unter den Decken alter Salzabbaubereiche) und alter Blindschächte, versucht das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) das Grubengebäude zu stabilisieren und einer weiteren Rissbildung entgegenzuwirken.

Stabilisierungsmaßnahmen Quelle: BfS

Video: Maßnahmen zur Stabilisierung

Mitte der neunziger Jahre wurden die Kammern an der Südflanke mit weichem Salzgrus aufgefüllt. Im Laufe der Jahre ist er zusammengesackt. So entstanden in diesem Bereich Firstspalte. Zur Stabilisierung des Bergwerks werden sie verfüllt.

Video: Stabilisierungsmaßnahmen im Umfeld der Einlagerungskammer 12

Um den östlichen Rand des Bergwerks zu stabilisieren, müssen der Blindschacht 3 und daran angrenzende Firstspalte verfüllt werden. Diese Arbeiten sind aus Sicherheits- und Arbeitsschutzgründen nur möglich, wenn vorher der Bereich unterhalb von Blindschacht 3 vor der Einlagerungskammer 12 in 750 Metern Tiefe verfüllt wird.

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz