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Was passiert in der Asse?

Arbeiten für eine sichere Stilllegung

Strahlenschutz

Mitarbeiter bei der Kontaminationskontrolle KontaminationskontrolleKontaminationskontrolle bei der Ausfahrt aus der Schachtanlage

Nachdem das BfS die Schachtanlage Asse II übernommen hat, hat es erstmalig ein vollständiges, nachprüfbares und qualitätsgesichertes Strahlenschutzregime umgesetzt. Um die gesetzlichen Anforderungen an den Strahlenschutz zu erfüllen, hat das BfS

  • eine Strahlenschutzordnung
  • neue Strahlenschutzanweisungen und
  • neue Betriebsordnungen erstellt.

Die Strahlenschutzordnung legt unter anderem Strahlenschutzbereiche fest und weist "Verdachtsflächen" aus.

Aus Gründen der Betriebssicherheit hat das BfS die letzten noch offenen Einlagerungskammern verschlossen. Damit hat sich auch die Strahlenbelastung durch flüchtige Radionuklide (insbesondere Radon-222) verringert.

Gesundheitsmonitoring Asse

Die abgeschätzte Strahlenbelastung im Endlager Asse ist zu gering, als dass dadurch bei den Beschäftigten nachweisbar Krebserkrankungen ausgelöst werden könnten. Das ist das Ergebnis des ersten Schrittes des Gesundheitsmonitorings Asse, welches das Bundesamt für Strahlenschutz am 10. Februar 2011 vorgelegt hat. Das BfS hat die Strahlenbelastung der Beschäftigten für den Zeitraum 1967 bis 2008 rückwirkend abgeschätzt. Dazu wurden Daten des früheren Betreibers Helmholtz Zentrum München geprüft.

Betrieblicher Strahlenschutz

Um eine Gefährdung der Beschäftigten und der Bevölkerung auszuschließen, hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zahlreiche Schutzmaßnahmen getroffen. Sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Besucherinnen und Besucher werden im Rahmen des betrieblichen Strahlenschutzes z. B. durch das Einrichten von Strahlenschutzbereichen, dosimetrische Überwachung und Kontaminationskontrollen geschützt. Durch die Abluftüberwachung erfolgt die Kontrolle der Ableitung radioaktiver Stoffe in die Umgebung.

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz