Navigation und Service

Was passiert in der Asse?

Arbeiten für eine sichere Stilllegung

Aerosolaktivität

Das Messprogramm zur Untersuchung von Aerosolen richtet sich nach den Vorgaben der Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlagen (REI). Der Betreiber nimmt mit einem Aerosolsammler Proben aus der Luft und wertet diese aus.

Seit dem Jahr 2011 analysiert auch die unabhängige Messstelle Aerosolaktivitäten in der Luft. Neben der gammaspektrometrischen Auswertung wird auch die alphaspektrometrische Auswertung einzelner Radionuklide durchgeführt.

Klicken Sie auf die einzelnen Probeentnahmepunkte, um aktuelle Messwerte zu erfahren.

Aerosolaktivität

Was sind Aerosole?

Unter Aerosolen versteht man Gase mit festen oder flüssigen Schwebeteilchen. Der überwiegende Teil der natürlichen und künstlichen Radionuklide der Luft ist an Schwebeteilchen gebunden.

Messprogramm zur Aerosolaktivität

Das Messprogramm zur Untersuchung von Aerosolen richtet sich nach den Vorgaben der REI. Der Betreiber filtert an zwei Messpunkten mit einem Aerosolsammler Schwebeteilchen aus der Luft und wertet deren Gamma-, Beta-und Alpha-Aktivität aus.

Auf dem Betriebsgelände befindet sich die Immissionsmessstelle, die sich in Richtung der häufigsten Ausbreitungsrichtung befindet. An der Immissionsmessstelle wäre die Strahlendosis aufgrund der in der Regel vorherrschenden Windrichtung für die Aufnahme von Radionukliden über die Atemwege (Inhalation) am höchsten. Etwa 150 Meter südlich vom Diffusor (Abluftkamin) der Grube wird in der Windrichtung mit der seltensten Ausbreitungsrichtung eine Referenzmessstelle betrieben. An beiden Messstellen werden mittels Aerosolfiltern über einen Zeitraum von 14 Tagen Luftproben kontinuierlich gesammelt und anschließend auf Radionuklide analysiert.

Untersuchungsschwerpunkte

Die Proben werden betreiberseitig gammaspektrometrisch auf Vorkommen und Aktivitätskonzentration einzelner Nuklide und bezüglich der Gesamt-Alpha- und Gesamt-Beta-Aktivitätskonzentration untersucht. Die unabhängige Messstelle führt ebenfalls eine Gammaspektrometrie durch, die durch eine alphanuklidspezifische Analyse einzelner Radionuklide ergänzt wird. Im Mittelpunkt der gammaspektrometrischen Untersuchungen stehen:

  • Radionuklide künstlichen Ursprungs (wie Cäsium-137)
  • Zerfallsprodukte des in der Umgebungsluft vorkommenden Edelgases Radon-222 (wie Blei-210). Das in der Umgebungsluft vorhandene Radon-222 ist überwiegend natürlicher Herkunft, aber in der Nähe des Diffusors (Abluftkamin) zum Teil auch auf die eingelagerten radiumhaltigen Abfälle zurückzuführen.
  • Radionuklide natürlichen Ursprungs (wie Beryllium-7) zu Vergleichszwecken

Bei den alphaspektrometrischen Messungen stehen die Radionuklide Uran-235, Uran-238 und Plutonium-238 im Mittelpunkt.

Übersicht der in der Karte aufgeführten Messstellen

Immisions- und Referenzmessstelle

Stand: 09.08.2016

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz