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Das Umweltprojekt Asse als Wirtschaftsfaktor: Über 1.700 Stellen deutschlandweit

BfS und Asse-GmbH stellen Ergebnisse eines Wirtschaftsgutachtens vor

Ausgabejahr 2016
Datum 28.01.2016

Die Ausgaben zur Stilllegung der Schachtanlage Asse haben im Jahr 2014 für den Erhalt von über 1700 Arbeitsplätzen deutschlandweit gesorgt. Diese Zahl geht aus einem aktuellen Wirtschaftsgutachten hervor, das Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, sowie Hans-Albert Lennartz, Kaufmännischer Geschäftsführer der Asse-GmbH, heute vorstellen. Die 1.700 Arbeitsplätze umfassen sowohl direkt bei der Asse-GmbH Beschäftigte als auch Stellen, die benötigt werden, um alle nachgefragten Dienstleistungen und Güter im Rahmen des Umweltprojektes zu erbringen.

"Im Vordergrund bei den Ausgaben der öffentlichen Hand zur Stilllegung der Asse steht zu Recht die Sicherheit der Menschen in der Region. Parallel eröffnen sich damit in einer strukturschwachen Region aber auch neue Möglichkeiten und Perspektiven", sagt König. Als Vertreter des Gesellschafters hatte er die Asse-GmbH gebeten zu untersuchen, wie sich die Ausgaben auf die wirtschaftliche Situation auswirken. Das Gutachten erstellte das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW).

Steigende Zahl der Beschäftigten sorgt für positive wirtschaftliche Effekte

Mit wachsenden Aufgaben haben sich die Kosten im Projekt Asse von etwa 63 Millionen Euro im Jahr 2009 auf rund 117 Millionen Euro im Jahr 2015 fast verdoppelt. Damit stieg auch die Zahl der unmittelbar bei der Asse-GmbH Beschäftigten von 251 im Jahr 2009 auf aktuell 460 Mitarbeiter. "Die meisten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, also zwei Drittel, wohnen zudem innerhalb der untersuchten Region und sorgen durch Konsumausgaben für weitere positive, wirtschaftliche Effekte", sagt Hans-Albert Lennartz. Die untersuchte Region umfasst die Landkreise Wolfenbüttel, Peine, Gifhorn, Helmstedt und Goslar. Die Gutachter schätzen, dass Ausgaben der Mitarbeiter sowie nachgefragte Dienstleistungen und Güter der Asse-GmbH allein hier im Jahr 2014 zwischen 540 und 570 Stellen finanziert haben.

"Mit Blick auf künftige Großprojekte wird es weiterhin einen wachsenden Bedarf an Mitarbeitern und technischen Spezialanforderungen geben", ergänzt Wolfram König und verweist vor allem auf den Bau des geplanten Bergungsschachtes. Dies werde die wirtschaftliche Attraktivität steigern. Hinzu kommen drei Millionen Euro jährlich, die der Bund zur regionalen Förderung in die 2015 gegründete Stiftung Zukunftsfonds Asse einzahlt. "Dass das Parlament langfristig Millionenbeträge bewilligt, sollte nicht als Selbstverständlichkeit gesehen werden", so König. Aber Ausgaben werden eher bewilligt, wenn sie nicht nur als Belastungen sondern auch als Investitionen gesehen werden.

Stand: 28.01.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz